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Lilith Erian & Gertrud Weiss-richter

    VON MENSCH UND TIER
    Frisch, unkonventionell und vielversprechend sind die malerischen Arbeiten der jungen Klagenfurter Künstlerin LILITH ERIAN (*2002), die ihre ersten Erfahrungen mit der Öffentlichkeit sammelt. Und scheuen muss sie sie nicht, denn was sie an bissiger Ironie, Skurrilität, Ideenreichtum und zeichnerischen Können „draufhat“, kann sich sehen lassen. Mit einem intensiv kritischen Blick auf ihre Umwelt – auf Menschen und Tiere und allem was sich dazwischen befinden könnte – setzt sie das Skalpell an und überrascht mit Motiven, die zwischen Lachen und Schaudern liegen. Zeichnerisch muss sie nicht mehr viel lernen, so fein und prägnant, wie sie mit Blei- und Farbstift Linien setzen und mit Farbe Raum erzeugen kann. Auch im kleinsten Format besteht der Hase „a la Dürer“ so den Elchtest. Und nicht nur ein schwarzes Schaf überzeugt in seiner Klarheit, sondern auch die Porträts auf Leinwand haben in Ansätzen alles was konkrete Malerei heute zu bieten hat. Dem freien abstrakten Umgang mit Farbe und Form, der ganz ohne Motiv im Kopf auskommt, nähert sie sich in feinen zarten Aquarellen, die der Beginn einer spannenden Werkserie sein könnten. Viel ist künstlerisch schon da und viel wird sich noch tun, davon kann man getrost ausgehen.
    – ULLI STURM

    Gertrud Weiss-Richter, 1942 in Linz an der Donau geboren, studierte Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste Wien.Zahlreiche Aufenthalte im Ausland, wie beispielsweise in Paris, Los Angeles und New York, prägten durch verschiedenste Einflüsse das künstlerische Schaffen der Kärntnerin.Seit 1978 lebt und arbeitet sie in Klagenfurt. Bereits während ihrer Studienzeit verfolgte die Künstlerin ein großes Interesse an der Architekturund setzte sich vorrangig mit geometrischen, architektonischen Formen auseinander.